
In diesem Konzert verschwimmen die Grenzen der Jahrhunderte wie Linien in einem Vexierbild: Zwischen Geschichte und Mythos entspinnt sich ein Ariadnefaden, der vom Anbeginn der Zeit bis in unsere Epoche führt. Im Mittelpunkt steht das berühmte „Lamento d’Arianna“, das Herzstück von Claudio Monteverdis verschollener Oper. In einer stilgetreu rekonstruierten Fassung erwecken NeoBarock und die Sängerin Margot Oitzinger diesen Klagegesang zu neuem Leben, der laut zeitgenössischen Berichten bereits vor vierhundert Jahren viele Zuhörer zu Tränen rührte. Die altrömische Stadtmauer des Santa Clara Kellers bildet die passende Kulisse für diese mythologischen Klangwelten: Antike und Gegenwart spiegeln einander; das Alte erscheint neu – und das Neue erinnert an längst Vergangenes.
Im Programm:
Luigi Rossi – Les Pleurs d’Orphee
Claudio Monteverdi – Lamento d’Arianna
Adam Knight Gilbert – Triptych at the Beginning of Time (2022)
Viktor Kalabis – I casi di Sisyphos (1992)
Michele Corrette – Les Voyages d’Ulysse
Louis Andriessen – Overture to Orpheus (1982)
Signor Pagh – Sonata di Sigr. Pagh
Alfred Schnittke – Suite im alten Stil (1977)
Margot Oitzinger, Mezzosopran
NeoBarock:
Maren Ries, Barockvioline
Stanislav Gres, Cembalo / Orgel
Christian Zincke, Viola da Gamba
Eva Münzberger, Viola da Gamba
Matthias Müller, Violone
Elias Conrad, Laute
Carsten Lohff, Orgel